Verein für moderne Musik Ulm / Neu-Ulm
Verein für moderne Musik Ulm / Neu-Ulm e.V.: 40 Jahre Jazz in Ulm


MITTWOCH, 5. OKTOBER 2016, 20 Uhr
Stadthaus Ulm, Münsterplatz

Ray Anderson’s Pocket Brass Band feat. Steve Bernstein
Ray Anderson, tb
Steve Bernstein, slide trumpet
José Davila, sousaphone
Tommy Campbell, dr

Der Chicagoer Ray Anderson gilt als einer der technisch versiertesten, innovativsten Jazz-Posaunisten der Welt und einer der prägenden Musiker der ersten Jahre des 21. Jahrhunderts. Mit einem Fuß in der Avantgarde und dem anderen in der Tradition verhaftet, greift er mit seiner Pocket Brass Band das Format der Marching Bands aus dem alten New Orleans wieder auf, allerdings in Westentaschen-Ausgabe. Da es der Gruppe im Gegensatz zu den herkömmlichen Marching Bands, die aus 20-30 Musikern bestanden, an Masse fehlt, muß es die Qualität bringen, ein Anspruch, den die Musiker virtuos einlösen. Anderson hat seine Band mit fulminanten Könnern besetzt, die in der Lage sind, jede musikalische Pirouette eindrucksvoll in Szene zu setzen. So der gleichermaßen experimentierfreudige wie gewitzte Slidetrompeter Steven Bernstein, ehemals musikalischer Leiter von John Luries legendären „Lounge Lizards“. Leicht und flüssig spielt José Davila das als schwerfällig geltende Sousaphon und entlockt dem klobigen Monster die atemberaubendsten Töne. Dazu trommelt Schlagzeuger Tommy Campbell einen elastischen Beat mit furiosem Drive und brilliert daneben in solistischen Ausflügen.

40 Jahre Verein für moderne Musik Ulm/Neu-Ulm, 2016, Ulm, Pablo Held, Pablo Held Trio

Eintritt: 25,– EUR / 20,– EUR (erm.) zzgl. VVK
Kartenreservierung: info(at)verein-fuer-moderne-musik.de oder Telefon 0731-610750

Kartenvorverkauf
Stadthaus Ulm, Katalogstand im 3. OG oder traffiti, Neue Strasse 79, Ulm



MONTAG, 17. OKTOBER 2016, 20 Uhr
Stadthaus Ulm, Münsterplatz

Duo Vincent Peirani – Émile Parisien
Vincent Peirani, acc.
Emile Parisien, sax

Der 36-jährige Akkordeonist Vincent Peirani ist unbestritten der Shooting Star der vergangenen Jahre. Für das, was der aus Nizza stammende Pariser dem Knopfakkordeon und der Akkordina an Variationsreichtum, technischen Höchstschwierigkeiten und perkussiven Einfällen entlockte, rief ihn das französische Jazz Magazine zum Künstler des Jahres 2013 aus. Diesen Titel verlieh ihm fast zeitgleich auch die Jury der Académie du Jazz und ehrte ihn dafür mit dem renommierten „Prix Django Reinhardt“. Nicht minder angesagt ist der zwei Jahre jüngere, aus Cahors stammende Emile Parisien. So wie Peirani am Akkordeon, so wird Parisien beim Sopransaxofon als Erneuerer seines Instruments und als dessen führender französischer Vertreter gesehen. Parisien, dessen musikalisches Vorbild Sidney Bechet ist, begann schon mit elf am College de Jazz in Marciac und spielte später beim legendären dortigen Festival mit Größen wie Wynton Marsalis oder Christian McBride. 2009 gewann er gleich drei wichtige Preise: bei Les Victoires du Jazz den „Prix Frank Ténot“, den „Jazz Primeur“ des Kultus- und Außenministeriums und den Preis der Festivalorganisation AFIJMA. 2012 erhielt er dann, ein Jahr vor Peirani, den „Prix Django Reinhardt“. Gemeinsam bilden sie ein Duo der Extraklasse, das vor Ideenreichtum und technischer Brillanz nur so sprüht. „Bei den beiden klingt Jazz geschmeidig und unfassbar spielerisch.“ (3sat Kulturzeit).

40 Jahre Verein für moderne Musik Ulm/Neu-Ulm, 2016, Ulm, Pablo Held, Pablo Held Trio

Eintritt: 25,– EUR / 20,– EUR (erm.) zzgl. VVK
Kartenreservierung: info(at)verein-fuer-moderne-musik.de oder Telefon 0731-610750

Kartenvorverkauf
Stadthaus Ulm, Katalogstand im 3. OG oder traffiti, Neue Strasse 79, Ulm


JAZZ AN DER DONAU

Die Konzertreihe ›40 Jahre Jazz in Ulm‹ ist eine Veranstaltung des Vereins für moderne Musik Ulm / Neu-Ulm e.V.
in Zusammenarbeit mit dem Stadthaus Ulm.
gefördert durch: Stadt Ulm – Kulturabteilung, Stadthaus Ulm, Ulmer Bürger Stiftung, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, Cafe Restaurant Stadthaus, Südwestmetall, Noerpel.
Programm und Konzeption: Dr. Raimund Kast

Stadt Ulm Stadthaus Ulm Ministerium für Wissenschaft und Kunst des LandesBaden-Württemberg
     
Stadthaus Cafe Suedwestmetall Noerpel
     
Ulmer Bürger Stiftung






jazz an der donau / Wir holen jungen Jazz aus anderen Donauländern an die Obere Donau.

MONTAG 19 | 09 | 2016 | ULM
20 Uhr, Stadthaus Ulm, Münsterplatz
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DIENSTAG 20 | 09 | 2016 | IMMENDINGEN
20 Uhr, Unteres Schloss


Nenad Vasilić (bass) – Marko Živadinović (acc.)

Verein für moderne Musik Ulm/Neu-Ulm, jazz an der donau 2016, Nenad Vasilic (bass) – Marko Zivadinovic; (acc.)

Verein für moderne Musik Ulm/Neu-Ulm, jazz an der donau 2016, Nenad Vasilic (bass) – Marko Zivadinovic; (acc.)

Er trägt den Beinamen „Mr. Balkan Bass“ – der aus dem serbischen Niš stammende Bassist und Komponist Nenad Vasilić. Vasilić ist ein Musiker, der – wie seine zahlreichen Projekte eindrucksvoll belegen – mit allen musikalischen Wassern gewaschen ist. Aufgewachsen mit der Musik der Sinti und Roma des Balkan hat er sich auch als packender Jazzimprovisator etabliert, wie Auftritte mit Stars wie Richie Beirach, Bojan Z oder Sheila Jordan zeigen. Das belegt er auch auf seiner jüngst erschienenen Solo-CD „The Art of the Balkan Bass“. Der Kontrabassist schlüpft hier einmal mehr in die Rolle des eigenwilligen musikalischen Freigeistes, der hörbar gewillt ist, sich aus den Fängen der Konventionen zu lösen und sich ungeahnte Freiräume erschließt.
Sein Duopartner, Akkordeonist Marko Živadinović, kommt ebenfalls aus Serbien. Nach Studien in Serbien, der Slowakei und Deutschland hat er sich inzwischen als virtuoser Improvisator auf dem Knopfakkordeon profiliert, aber auch mit Robert Neuwirth und seinen „Extremschrammeln“ zusammen gearbeitet. Gemeinsam zünden die beiden ein furioses Feuerwerk aus schrägen Balkanrhythmen und packenden Jazzimprovisationen!

Eintritt: 15,– EUR / 12,– EUR (erm.) zzgl. VVK
Kartenreservierung: info(at)verein-fuer-moderne-musik.de oder Telefon 0731-610750
VVK (Nur für Konzert in Ulm): traffiti, Neue Str. 79, Ulm + Stadthaus Ulm, Katalogstand im 3. OG



FREITAG 04 | 11 | 2016 | ULM
20 Uhr, Stadthaus Ulm, Münsterplatz
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SONNTAG 06 | 11 | 2016 | DONAUESCHINGEN
19 Uhr, Museum Art.Plus


Stummfilm + Livemusik
Michael Riessler: „Der Rote Halbmond“
Michael Riessler und Ensemble
spielen zum Stummfilm „Der Rote Halbmond“ (Ungarn 1918)

Michael Riessler, bcl., komp.
Monika Leskovar, cello
Jean-Louis Matinier, acc.
Beáta Móri, cimbalom

Verein für moderne Musik Ulm/Neu-Ulm, jazz an der donau 2016, Michael Riessler: „Der Rote Halbmond“

Verein für moderne Musik Ulm/Neu-Ulm, jazz an der donau 2016, Monika Leskovar, cello (Ensemble Michael Riessler und Ensemble spielen zum Stummfilm „Der Rote Halbmond“

Verein für moderne Musik Ulm/Neu-Ulm, jazz an der donau 2016, Beáta Móri, cimbalom (Ensemble Michael Riessler und Ensemble spielen zum Stummfilm „Der Rote Halbmond“

Verein für moderne Musik Ulm/Neu-Ulm, jazz an der donau 2016, Jean Louis Matinier, acc (Ensemble Michael Riessler und Ensemble spielen zum Stummfilm „Der Rote Halbmond“

Er gilt als Vorläufer eines eigenen Donau-Krimis: der 1918 entstandene ungarische Stummfilm „Der Rote Halbmond“. Der Film handelt an der Donau und ist mit seinen malerischen Landschaftsaufnahmen ein kulturhistorisches Dokument, wie der Fluss vor 100 Jahren aussah. Regie führte Sándor Korda, einer der Filmpioniere der ungarisch-österreichischen Filmindustrie. Nach dem Zusammenbruch der Donaumonarchie wurde er Kommissar für Filmangelegenheiten, in der folgenden sozialistischen Räterepublik behielt er den Posten eines „Direktors für Filmkunst“ und setzte die Verstaatlichung der Filmindustrie durch. Nach dem Sturz der Räteregierung im August 1919 wurde er inhaftiert, jedoch nach kurzer Zeit entlassen und konnte nach Österreich ausreisen. Später ging er nach London, wo er als Alexander Korda u. a. den Film „Der dritte Mann“ mit Orson Wells und Joseph Cotten produzierte.

Der gebürtige Ulmer Michael Riessler, nicht nur als Deutschlands führender Grenzgänger zwischen zeitgenössischem Jazz und moderner Klassik, sondern auch mit Filmmusiken etwa zu „Hamlet“ (1921, mit Asta Nielsen) oder zum Filmepos „Die andere Heimat“ von Edgar Reitz international bekannt geworden, hat nun im Auftrag des Vereins für moderne Musik in Kooperation mit ZDF / arte und dem Staatlichen Ungarischen Filmarchiv zu diesem Donaukrimi eine Musik geschrieben mit teils durchkomponierten, teils improvisierten Teilen. Dazu hat Riessler ein hochkarätig besetztes Ensemble zusammengestellt.

Neben Riessler an der Bassklarinette werden die kroatische Cellistin Monika Leskovar (1. Preisträgerin beim ARD-Musikwettwerb 2001 und aktuell die wohl führende klassische Interpretin ihres Landes), die ungarische Cimbalom-Virtuosin Beáta Móri und Akkordeonist Jean-Louis Matinier, der als einer der führenden Vertreter seines Instrumentes in Europa gilt (u. a. Langzeitbegleiter von Frankreichs Chanson-Legende Juliette Gréco) live zu dem Film spielen und diesen Abend zu einem besonderen musikalischen wir cineastischen Erlebnis machen!

Eintritt: 22,– EUR / 18,– EUR (erm.) zzgl. VVK
Kartenreservierung: info(at)verein-fuer-moderne-musik.de oder Telefon 0731-610750
VVK (Nur für Konzert in Ulm): traffiti, Neue Str. 79, Ulm + Stadthaus Ulm, Katalogstand im 3. OG

JAZZ AN DER DONAU


Die Konzerte Duo Vasilić – Živadinović und Michael Riessler + Ensemble: „Der Rote Halbmond“ aus der Reihe ›jazz an der donau‹ sind Veranstaltungen des Vereins für moderne Musik Ulm / Neu-Ulm e.V. in Zusammenarbeit mit Stadthaus Ulm, Verein INKGE Immendingen e.V. und der Gesellschaft der Musikfreunde Donaueschingen.
gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, der Stadt Ulm – Kulturabteilung und der Stadt Donaueschingen – Amt Kultur, Tourismus und Marketing.
Programm und Konzeption: Dr. Raimund Kast, Stefan Blanz, Nina Goslar (arte Stummfilmredaktion)


Verein für moderne Musik in Ulm / Neu-Ulm, Jazz in Ulm Stadthaus Ulm Ministerium für Wissenschaft und Kunst des LandesBaden-Württemberg  
     
Stadtu Ulm Stadt Donaueschingen Stadthaus Cafe
     
INKGE e.V. Immendingen Gesellschaft der Musikfreunde Donaueschingen Blanzelot Kreativproduktion
     
Noerpel
     
     
ZDF arte






5 / 9 / 2016
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