Verein für moderne Musik Ulm / Neu-Ulm
Nicht in die Höhe geht der Verein für moderne Musik im Jahr des Münsterjubiläums, sondern in die Tiefe. Sprich: Kontrabass, Tuba und andere musikalischen Tieftöner sind der Reihe „mit Tiefe…“ angesagt. Dazu werfen wir auch einen Blick donauabwärts und stellen aktuellen Jazz und improvisierte Musik aus den Donauländern vor.



Mit Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg präsentieren wir 2015 und 2016 „Jazz an der Donau“: wir laden Jazzmusiker aus anderen Donauländern ein, hier zu spielen.
Die Konzerte finden dabei nicht nur in Ulm, sondern auch in weiteren Städten an der Oberen Donau statt, so in Beuron, Tuttlingen, Sigmaringen oder Ehingen / Mochental.


jazz an der donau

Montag, 14. September 2015, 20 Uhr
Stadthaus Ulm, Münsterplatz
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Dienstag, 15. September 2015, 19.30 Uhr
Donautal Touristik Beuron-Hausen, Kreenheinstetter Str. 10



Duo Jon SassArkadij Shilkloper (A / RU)
Jon Sass, tuba
Arkadij Shilkloper, horn, alphorn


Duo Sass Shilkloper

Arkady Shilkloper fand über diverse Blasorchester zu seinem Instrument, dem Flügel- bzw. Waldhorn. Er studierte dieses Instrument in Moskau, spielte im Orchester des Bolshoi-Theaters und bei den Moskauer Philharmonikern. Shilkloper gilt mittlerweile als einer der besten Hornspieler der Welt. Als Mitglied des Moscow Art Trio gastierte er bereits auf allen großen Festivals in Europa und Übersee.
Tubaspieler Jon Sass ist ein musikalischer Tausendsassa. Seit vielen Jahren in Wien lebend, hat er sich sowohl im Jazz wie der klassischen Musik einen Namen gemacht. So war er über zwei Jahrzehnte hinweg festes Mitglied des Vienna Art Orchestra und wirkte in der Band von Sängerin Erika Stucky mit, ist andererseits aber auch in den klassischen Formationen „Art of Brass Vienna“ und „Austrian Brass Connection“ zuhause.
Zusammen bilden Arkady Shilkloper und Jon Sass eine Micro-Brass-Band, die es in sich hat. Kein Ton zu hoch oder zu tief, keine Kadenz zu schnell, als dass die beiden die Berg- und Talfahrt durch die Notenwellen nicht bewältigen würden.


Eintritt: 15,– EUR / 10,– EUR (erm.) zzgl. VVK*
Kartenreservierungen: info(at)verein-fuer-moderne-musik.de oder Telefon 0731-610750

*Kartenvorverkauf (nur für das Konzert in Ulm 14. September)
traffiti, Neue Strasse 79, Ulm
Stadthaus Ulm, Katalogstand im 3. OG

Das Konzert im Stadthaus Ulm (Montag, 14. September) wird vom Bayerischen Rundfunk mitgeschnitten

BR Klassik



Samstag, 17. Oktober 2015, 20.30 Uhr
Tuttlingen, Faces – Lounge und Bar im Hotel Légère
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Sonntag, 18. Oktober 2015, 16 Uhr
Schloss Mochental bei Ehingen
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Montag, 19. Oktober 2015, 20 Uhr
Stadthaus Ulm, Münsterplatz



Brein’s Café (A / BU)
Georg Breinschmid, bass
Vladimir Karparov, sax
Antoni Donchev, piano


Brein’s Café – Georg Breinschmid, bass

Begonnen hat der Kontrabassist Georg Breinschmid seine Musikerkarriere 1994 bei den Niederösterreichischen Tonkünstlern, dann wechselte er zu den Wiener Philharmonikern, entschloss sich aber 1999 der Orchesterlaufbahn den Rücken zu kehren und widmete sich vorwiegend seiner Leidenschaft, dem Jazz. Bei „Brein’s Café“ handelt es sich wohl um sein verspieltestes, elegantestes und vielleicht verführerischstes Bandprojekt. Pannonische und französische Gipsy-Tradition, beschwingte Musette und hatschertes Wienerlied-Melos sowie die aus seinem Schaffen nicht mehr wegzuhörende, vor allem rhythmische Balkanophilie sind nicht bloß Formen, die er spielt, sondern mit denen er spielt, in schmetterlingshaftem, freiem Improvisationsflug, über ausgefuchste kontrapunktische Arrangements hinweg. Dazwischen eine Hommage an Schönberg und Webern in – wie passender? – Wienerliedform – nicht gravitätisch-ernst, sondern mit schalkhafter Zerstörungsfreude und sinnlichen Grooves.
Mit dabei zwei der bekanntesten bulgarischen Jazzmusiker: Saxofonist Vladimir Karparov und Pianist Antoni Donchev. Karparov beherrscht das heimische Erbe ebenso wie den neueren Jazz. Pianist Donchev ist unter anderem Leiter der Bigband des bulgarischen Rundfunks. Auftritte mit Polens Trompetenstar Tomasz Stanko, dem Saxofonisten Christof Lauer und anderen weisen ihn als einen Meister der Melodie und der effektvollen aber sparsamen Instrumentierung aus.


Eintritt: 18,– EUR / 14,– EUR (erm.) zzgl. VVK*
Kartenreservierungen: info(at)verein-fuer-moderne-musik.de oder Telefon 0731-610750

*Kartenvorverkauf (nur für das Konzert in Ulm 19. Oktober)
traffiti, Neue Strasse 79, Ulm
Stadthaus Ulm, Katalogstand im 3. OG






Die Konzerte der Reihe ›jazz an der donau‹ sind Veranstaltungen des Vereins für moderne Musik Ulm / Neu-Ulm in Zusammenarbeit mit: Stadthaus Ulm, Donautal-Touristik Beuron-Hausen, Hotel Légère Tuttlingen, Galerie Schloss Mochental, Jazzclub Ehingen, Blanzelot Kreativproduktion; gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg.
Programm und Konzeption: Dr. Raimund Kast, Stefan Blanz

Ministerium für Wissensch. Forschung und Kunst Stadthaus Ulm stadthaus ulm cafe / restaurant  
     
Donautal-Touristik Beuron-Hausen Legere Hotels Tuttlingen Schloss Mochental  
     
Baden-Württemberg Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst  
     
Stadt Ulm    






„mit Tiefe…“
Konzertreihe 2015 – Kontrabass, Tuba und andere musikalischen Tieftöner



Jazz in Ulm _ Verein für moderne Musik Ulm / Neu-Ulm

Montag, 2. November 2015, 20 Uhr
Stadthaus Ulm, Münsterplatz

Henri Texier Hope-Quartet
Henri Texier, bass
François Corneloup, baritone sax
Sébastien Texier, alto sax
Louis Moutin, dr

Texier Hope-Quartet.jpg (Foto © Sergine Laloux)

Es gibt nicht viele Vertreter der Spezies Jazzmusiker, die mit steigendem Alter immer besser werden. Der notorische Querulant und liebenswerte Geschichtenerzähler Henri Texier, in diesem Jahr 70 geworden, gehört dazu. Mit seinem Sohn Sébastien Texier und François Corneloup an den Saxofonen sowie Louis Moutin am Schlagzeug hat er eine hochkarätige Band zusammengefügt, in der er selbst nicht als großer Meister unter Jüngeren agiert, sondern einen Dialog der Generationen auf Augenhöhe entfacht. Die Improvisationen haben es in sich, doch entsteht nie der Eindruck, es ginge um virtuose Zurschaustellung. Texier und seine Mitstreiter übersetzen vielmehr Körperwärme in Klang. Texiers Musik ist eine soziale Utopie, die von Respekt, Vertrauen und individueller Freiheit im kollektiven Miteinander erzählt.


Eintritt: 22,– EUR / 18,– EUR (erm.) zzgl. VVK
Kartenreservierungen werden unter info(at)verein-fuer-moderne-musik.de oder Telefon 0731-610750 entgegen gegengenommen

Kartenvorverkauf
Stadthaus Ulm, Katalogstand im 3. OG oder traffiti, Neue Strasse 79, Ulm




Sonntag, 15. November 2015, 17 Uhr
Stadthaus Ulm, Münsterplatz

»Keith Jarrett. Eine Biografie.«
Lesung mit Wolfgang Sandner und Manfred Eicher (ECM-Records)

Keith-Jarrett.jpg (Photo credit:  Rose Anne Colavito / ECM Records)

Keith Jarrett ist einer der einflussreichsten Musiker des 20. Jahrhunderts, ein Jazzvisionär und glänzender Interpret der Klassik, ein Meister der Improvisation – sein legendäres »Köln Concert« von 1975 ist bis heute die meistverkaufte Soloplatte des Jazz überhaupt. Der langjährige FAZ-Musikfeuilletonist Wolfgang Sandner kennt Keith Jarrett seit vielen Jahren, war Gast in Jarretts Haus und hat in langen, intensiven Gesprächen den Menschen hinter der Musik erlebt. Zum 70.Geburtstag Jarretts erzählt er nun die Biographie des Künstlers: von Jarretts Kindheit, in der er als Wunderkind die Bühne betrat, über seine Selbstfindung im Spiel mit Größen wie Art Blakey, Charles Lloyd oder Miles Davis bis zu seinen gefeierten Klassik-Interpretationen.
Sandner zeigt, was Jarrett und seine Musik prägt, erzählt aber auch von Schicksalsschlägen – wie jenem chronischen Erschöpfungssyndrom, das Jarrett für Jahre verstummen ließ, bevor er sich Ende der Neunziger triumphal zurückmeldete. Das Porträt eines der größten Pianisten der Gegenwart, erzählt von einem der wenigen, die Jarrett nahekommen konnten – und zugleich eine Musikgeschichte der letzten fünfzig Jahre, voller Momente magischer Intensität, in denen sich die treibende Kraft der Musik offenbart. Im Dialog mit Sandner dabei der langjährige Keith-Jarrett-Freund und -Produzent Manfred Eicher, der mit seinem Label ECM den Künstler über Jahrzehnte hinweg begleitet und unterstützt hat


Eintritt: 5,– EUR
Für Mitglieder des Vereins für moderne Musik ist der Eintritt frei!
Kartenreservierungen werden unter info(at)verein-fuer-moderne-musik.de oder Telefon 0731-610750 entgegen gegengenommen




Die bisherigen Konzerte – 1. Halbjahr – Programm 2015

Trio Impertinance
Michel Godard, tuba – Franck Tortiller, vibes – Patrice Héral, dr
Ein außergewöhnliches Trio mit drei außergewöhnlichen Musikerpersönlichkeiten! Mit frecher Unbekümmertheit und ohne jegliche stilistischen Scheuklappen mischen die drei unterschiedlichste Einflüsse zu einem packenden Ganzen: zeitgenössischer Jazz, Rock, Klassik, europäische Folklore. Das daraus ein faszinierendes Ganzes wird, dafür stehen drei exzellente Musiker: Weltklasse-Tubist Michel Godard, der Vibraphonist Franck Tortiller (leitete mehrere Jahre das nationale französische Jazzorchester) und der Schlagzeuger Patrice Héral. Virtuoser europäischer Jazz voller kreativer Freiheiten und voll ungewöhnlichem Einfallsreichtum!


BASZ
Dieter Manderscheid, Sebastian Gramss, Joscha Oetz, Robert Landfermann – Kontrabässe
Vier der besten deutschen Jazz-Bassisten, alle aus dem Kölner Raum, bringen in diesem einzigartigen Quartett ihre Bässe zum Tanzen. Vier Kontrabässe lassen totes Holz leben, Baumstümpfe sprießen, Keime treiben, Wurzeln schlagen. Berge türmen sich, Täler formen sich, Steine wachsen. Stetige Wellen horchen von der Oberfläche bis in die Untiefen der Bassmasse.
Kurz: ein klangliches Erlebnis der besonderen Art!


Erika Stucky Bubbles And Bangs
Erika Stucky, voc, acc., film – Marc Unternährer, tuba – Lucas Niggli, dr
Erika Stucky hat mal jemand als Personalunion von Laurie Anderson, Tom Waits und Pipi Langstrumpf bezeichnet. Über diese Charakterisierung kann man trefflich streiten. Jedenfalls zischt ihre Performance mit unbändiger komödiantischer Lust und List durch ein virtuoses Wechselstaccato zwischen Amerikanisch und Schwyzerdütsch, durch Gesang und szenische Rezitation, durch Hohn und Spott, Parabelwust und irrlaufende Bedeutungen. In ihrem Trio zwei der aktuell interessantesten Schweizer Jazzmusiker: Tubaspieler Marc Unternährer holt aus seinem Instrument Klänge, die gänzlich un-erhört sind. Und Drummer Lucas Niggli hat sich nicht nur durch sein Projekt Steamboat Switzerland als einer der führenden musikalischen Grenzgänger der Alpenrepublik etabliert.


Renaud Garcia-Fons „Linea del Sur“
Renaud Garcia-Fons, 5-string bass – Antonio Kiko Ruiz, Flamencogitarre – Pascal Rollandi, perc. – David Venitucci, acc
Er gilt als „Paganini des Kontrabasses“: Renaud Garcia-Fons, Franzose mit katalanischen Wurzeln. Seine Herkunft mag ein Grund sein, warum ihm der Flamenco beziehungsweise die orientalischen Einflüsse in der spanischen Kultur nahestehen. Ein anderer: sein syrischer Kontrabasslehrer Francois Rabbath, der ihm eine ganz spezielle Bogentechnik vermittelte. García-Fons spielt einen fünfsaitigen Kontrabass, der ihm ungewöhnliche spieltechnische und klangliche Effekte gerade in den höchsten Lagen des Instruments gestattet. So wird bei ihm der Bass zum Soloinstrument, zur übergroßen Flamencogitarre und sogar zum orientalischen Musikinstrument.
Mit seinemem Projekt „Linea Del Sur“ erkundet Garcia-Fons – gemeinsam mit dem Flamencogitarristen Antonio Kiko Ruiz, dem Akkordeonisten David Venitucci und dem Perkussionisten Pascal Rolland – dabei die Straßen eines imaginären Südens, eine Route, die magische Begegnungen für uns bereithält. „La Linea del Sur“ – eine Musik, in der sich die verschiedensten Klangwelten des mediterranen Raums, spanische und orientalische Musiktraditionen und klassische französische Klänge aufeinander einlassen und bei der instrumentale Meisterschaft und musikalische Reife eine innige Verbindung miteinander eingehen!




Konzertfotos  Gallery



Die Konzertreihen ›Jazz in Ulm‹ sind Veranstaltungen des Vereins für moderne Musik Ulm / Neu-Ulm
in Zusammenarbeit mit dem Stadthaus Ulm.
Programm und Konzeption: Dr. Raimund Kast


gefördert durch:
Stadt Ulm – Abteilung Kultur, Stadthaus Ulm, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, Sparkasse Ulm, Südwestmetall, Cafe Restaurant Stadthaus, Brauerei Gold Ochsen

Stadt Ulm Stadthaus Ulm Ministerium für Wissenschaft und Kunst des LandesBaden-Württemberg  
     
Sparkasse Ulm Suedwestmetall Stadthaus Cafe  
     
Brauerei Gold Ochsen  


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